LUST auf BUCH
Zur Aktualität von Utopien
Birgit Wenzel und Berndt Waltje lesen aus FREIHEIT und GLÜCK
UTOPIEN ALS SEIFENBLASEN-IDYLLE
oder ANREGUNG ZUR GESELLSCHAFTSVERÄNDERUNG ?
oder ANREGUNG ZUR GESELLSCHAFTSVERÄNDERUNG ?
Dieser Frage geht Berndt Waltje in seinem Buch „Freiheit und Glück“ anhand von zwei Utopien aus dem letzten Jahrhundert nach. Nachdem im FREIRAUM schon über Aldous Huxley und seine Utopie „Eiland“ gesprochen wurde, findet diesmal ein fiktives Gespräch mit der Autorin der zweiten Utopie statt. Charlotte Gilman (1860 – 1935) hat 1911 „Moving The Mountain“ veröffentlicht, in der sie ihre Anliegen Emanzipation der Frauen, Sorgearbeit und Reform der Arbeitszeit zu einer lebenswerten Gesellschaft zum Wohle aller verarbeitet hat.
Um dieser Utopie näher zu kommen, spreche ich über 100 Jahre später mit Charlotte Gilman, wobei sie ihre Ideen erläutert und wir diese mit der heutigen Zeit vergleichen. Dieses Gespräch wird mit verteilten Rollen (Birgit Wenzel als Charlotte Gilman) gelesen, und vielleicht gelingt ja zwischendurch auch das Gespräch mit dem Publikum.
Gilmans Utopie zeigt, dass in früheren Jahrzehnten utopischer gedacht wurde als heute. Wir haben zwar ein immenses Wissen angehäuft, können es aber nicht zum Wohle aller nutzen. Uns fehlt das Ziel vor Augen, um ein realisierbares Konzept von einer lebenswerten, nicht-zerstörerischen Gesellschaft zu entwickeln. Mit solchen Utopien, die auch heute noch aktuell sind, können wir von der Zukunft her denken und sehen eher, welche Wege wir einschlagen sollten, um Freiheit und Glück zu erlangen.
„Gesellschaft ist nicht jemand anderes, der über uns herrscht!
Die Gesellschaft sind wir – wir kümmern uns um uns selbst.“ (Charlotte Gilman)
Die Gesellschaft sind wir – wir kümmern uns um uns selbst.“ (Charlotte Gilman)